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Ibn-Sina der bekannteste Universalgelehrte des islamischen Orients
Abu-Ali Abdallah ibn Ismail ibn Sina (um 980 in Afschana bei Buchara geboren; im 1037 bei Hamadan gestorben) – verkürzter Name Ibn Sina, latinisiert Avicenna – war ein multilateraler Arzt, pragmatischer Wesir, begeisterter Physiker, hervorragender Philosoph, Mathematiker, Astronom, Alchemist und Mustiker. Ibn Sina ist der Autor von ausschlaggebend wichtigen Büchern über Medizin;„Qanun at-Tibb“ (Kanon der Medizin) und „Kitab asch-Schifaa“ (Buch der Heilung), die ihre Aktualität mit Verlässlichkeit bislang kaum verloren haben. Er zählt zu den berühmtesten Persönlichkeiten in der Wissenschaftsgeschichte. Aufgrund einiger seinen philosophischen Ausarbeitungen wird er mitunter als Mystiker oder gar Agnostiker bezeichnet. In der westlichen Welt gilt er schlechthin als der bekannteste Gelehrte des islamischen Orients.
Navruz – Nawroz – Nauruz - Nouroz
Ungeachtet der Zeit und von Gesellschaftsform haben die Menschen immerfort versucht, Fröhlichkeit am Alltagsleben zu finden und diese als besondere Anlässe zu zelebrieren. Die Feste und Feiern haben sich so als beachtenswerte und nicht wegzudenkende Elemente der volkstümlich-traditionellen Kultur etabliert.
Taschkent - eine beachtenswerte Eigenwelt architektonischer Harmonie
Taschkent - eine besonderbare Stadt mit interessantem Schicksal, was die städtebauliche Entwicklung anbelangt. Die Stadt hatte wegen seiner geografischen Koordinaten eine große Anpassungsfähigkeit beinhalten, weil sie sich an einer seismisch aktiven Ortschaft ausstreckt. Diese Erdbebengefährdung möchte man zwar als gewissen Nachteil konstatieren, andererseits gibt es immer die Rückseite des Medaillons, v.a. die Baukünstler sehen darin eine gewissermaßen „positive“ Herausforderung. Der Reichtum an Baukunst von Taschkent verinnerlicht ein breites Spektrum von historischen Sakralbauten islamischer Architektur und typische „gesichtslose“ Lehmhäuser der Altstadt, sowie die markante Kolonialarchitektur des XIX. Jhd., dann die impressionistischen Stile 30-50er, der gewaltige Aufbau der 70er nach dem Erdbeben sowie die postmodernen 90er Jahre mit ihren glänzenden Bauten.
Geheimnisse usbekischer Essskultur
Als besonders kennzeichnender und prägender Bestandteil der usbekischen Kultur und der zeitgenössischen Gesellschaft fungiert zweifelsohne die Küche Usbekistans. Die traditionellen Gerichte im heutigen Usbekistan sind ausgesprochen vielfältig, dabei aber moderat und tolerant, was vor allem das Würzen, Salzen, Abschmecken und spezielle Zubereitungsverfahren betrifft. Sie ist nie zu scharf, zu fett, zu bitter, zu süß, zu sauer etc. Die traditionellen Nahrungsmittel wurden primär durchs Alltagsleben und verschiedene religiös-kulturelle Komponenten der Völker Usbekistans und sekundär von (land-)wirtschaftlich-natürlichen Gegebenheiten geprägt. Deshalb unterscheiden sich die verschiedenen regionalen Gerichte und Zubereitungsmethoden in Usbekistan deutlich voneinander. Sie wurden mit dem Austausch über die Seidenstraße sowohl stark von der Küche des Vorderorients als auch von der uigurischen und indischen sowie von der russischen Küche beeinflusst. Die meisten Gerichte werden hauptsächlich aus Getreide, Mehl, Milch und Fleisch zubereitet. Aber zurecht gehören Gemüse, Obst, Kräuter und Hülsenfrüchte stets mit auf den Tisch, und Mehlprodukte haben einen gewichtigen Anteil in der einheimischen Küche.
Die volkstümlichen Spiele und spielerische Unterhaltungen der Bevölkerung
Viele volkstümliche Spiele hat man im Altertum unter verschiedenen Nachbarvölkern als Wettbewerb oder gemeinsames Begehen der Festlichkeiten hinausgetragen. Demzufolge haben sich zwei Arten von Spielen entwickelt; die grossen Volksspiele bei Feiertagen und die üblichen „Alltagsspiele“ für Kinder. Deshalb waren diese Spiele für bestimmte Personengruppen je nach Alter, Anzahl und Geschlecht sowie den Jahreszeiten und Festen gemäß ausgesondert.
Usbekistan - Land von sagenhaftem Obst und Gemüse
Eindeutige Beweise von regulärem Ackerbau in Usbekistan sind über 9000 Jahre alt. Die Agrikultur im heutigen Usbekistan weist heute noch zum Teil Jahrtausende alte Verfahren von Anbau, Speicherung und Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten auf. Die Urmenschen trieben Landwirtschaft zumeist in den Flussoasen; der Ackerbau bedeutete eine riesige Herausforderung und verlangte dementsprechend ständiges Experimentieren und Forschen. Der kleine Bauer hatte nicht nur überaus hohen Aufwand beim Anbau und Bewässern zu treiben, sondern auch unberechenbare Wetterbedingungen zu bewältigen. Das hat allerdings zu erstaunlichen Techniken und Formen der Agrikultur und Gärtnerei geführt. Trotz der harten bis trostlosen Klimabedingungen waren den einheimischen Bauern vielfältige Formen der Landwirtschaft gelungen, angefangen vom Anbau einfacher Kulturen – Hülsenfrüchte in der Wüste und Steppe nur mit Niederschlägen bis zu äußerst anspruchsvollen Pflanzen – Reis, Zuckerrohr, Baumwolle mit hochkomplizierter Bewässerung. Etliche Sorten von Obst und Gemüse kultivierte man schon vor vielen Jahrhunderten. Mittlerweile wird Acker- und Gartenbau selbst in Wüste und Steppe oder an Berghängen betrieben, so dass man die große Kreativität des unermüdlichen Bauern nur bewundern kann.
Mirzo Muhammad ibn Schahruh ibn Timur Ulugbek Guragan (1394-1449)
Mirzo Ulugbek – Regent von Samarkand (1411- 1449) ist in die Geschichte als beherzter Gelehrte, als eine bekannte Person seiner Epoche, als hervorragender Mathematiker und großzügiger Lehrer eingegangen. Ulugbek hat ebenso wie die ruhmvollen Universalgelehrten aus dem islamischen Morgenland, die mit Ihren Werken und ihrem Schaffen die Wissenschaft voranbrachten, wodurch sie den weltweiten Zivilisationsreichtum im Nachhinein beeinflussen können. Er gilt sowohl als Stifter einer der erfolgreichsten Sternwarte des Mittelalters, als auch als einer der Autoren vom sagenumwobenen Sternenkatalog „Zidschi – Kuragoniy“ (Bräutigam´s Sternatlas), der bereits im XVI. Jahrhundert über die Türkei Europa erreichte und in Wissenschaftlerkreisen des Abendlandes hohe Anerkennung erfuhr.
Die U-Bahn von Taschkent - prachtvolle Baukunst im Untergrund
Wie ein nachdenkliches Sprichwort überliefert, werden Aufschwünge aus großen Zerstörungen geboren. Am Beispiel vom Taschkenter Erdbeben hat diese erschaudernde Wahrheit sich nochmals bestätigt. Der ausführliche Rekonstruktionsplan von Taschkent schloss auch das erste Metroprojekt in ganz Zentralasien mit ein. Laut Projekt sollte die U-Bahn drei Linien mit insgesamt 30 Stationen enthalten, damit sowohl das Stadtzentrum als auch entlegene Bezirke der boomenden Hauptstadt von den unterirdischen Bahnlinien erfasst würden. Die Verwirklichung vom Projekt hatte sich dennoch um einiges langwieriger und komplizierter herausgestellt. Die Bauarbeiten der U-Bahn hatte man zwar schon 1970 angefangen und im Oktober 1977 wurden die ersten 6 Stationen feierlich eingeweiht. Sämtliche Stationen der ersten Linie wurden zusammen mit einer dieser kreuzenden zweiten Linie 1984 komplett freigegeben. Den Bau der dritten U-Bahn Linie hatte man Anfang 90er Jahre begonnen und erst 2001 konnten die letzten sieben Stationen in Betrieb genommen werden.


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