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Usbekistan - Land des Feierns

Ein Leben für, von und wegen Hoch-Zeiten

Das usbekische Wort „to‘y“ bezieht sich nicht nur auf die Hochzeit im engeren Sinne, sondern auf viele Feste zu Lebensereignissen, die alle ähnlich und prunkvoll gefeiert werden. To‘ys besitzen als zentrales Ereignis im Leben der Menschen Usbekistans eine besondere Bedeutung. So sagt man: Usbeken leben für, bis, auf, von, wegen toys. Ob es sich um die Geburt eines Kindes, die Beschneidung eines Jungen, die Vermählung oder das Erreichen des 63. Lebensjahres handelt – jedes dieser Ereignisse wird überaus prunkvoll gefeiert. Nach wie vor gelten toys als beliebteste und wohl wichtigste Feste bei der Bevölkerung. Sie bilden eine Komposition von Bräuchen, die sich sowohl aus archaischen Formen des Knüpfens von Verwandtschaftsbeziehungen und der Berücksichtigung wirtschaftlicher Faktoren, als auch aus zeitgemäßen gesellschaftlichen Einflüssen speisen. Als ein Spiegelbild der usbekischen Gesellschaft in der Gegenwart treffen dabei traditionelle und moderne Faktoren aufeinander. So sind Zeremonien wie das Läuterungsfeuer, die Beräucherung mit besonderen Kräutern, das Spiegelsehen, die Bewirtung mit Eiern und Granatäpfeln sowie der Fackelzug Bestandteile des alten Brauchtums. Das Feiern in Restaurants anstatt auf dem eigenen Hof wie früher gilt heutzutage als Modernisierungstrend bzw. zeitgenössische Abwandlung.