21. Juni – Internationale wissenschaftlich-theoretische Konferenz „Ost–West: Navoi und Goethe“
Die Gesellschaft für Deutsch-Usbekische Freundschaft beteiligt sich im Rahmen ihrer Satzung aktiv an verschiedenen Veranstaltungen mit Deutschlandbezug in Usbekistan.
Die Organisatoren der Konferenz, die an der Nizami-Universität für Usbekische Sprache und Literatur stattfand, baten die Gesellschaft um Unterstützung bei der Durchführung der Veranstaltung. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit konnten sowohl lokale als auch deutsche Fachleute für das Thema gewonnen werden.
Insbesondere die aktiven Mitglieder der Gesellschaft, Prof. Khurram Rakhimov und Hafiza Kuchkarova, äußerten den Wunsch, mit einem wissenschaftlichen Beitrag an der Konferenz teilzunehmen.

Grußworte zur Konferenz "Orient und Okzident: Goethe und Nawoi"
Dr. Colin Dürkop, Deutsch-Usbekische Gesellschaft (DUsG) Bonn
Sehr geehrte Damen und Herren, Assalam aleikum und einen schönen guten Morgen nach Taschkent aus Bonn in Germaniya.
Es ist mir eine große Freude und Ehre, im Namen der Deutsch-Usbekischen Gesellschaft von Deutschland aus einige Grußworte zu Ihrer Konferenz "Osten und Westen: Goethe und Nawoi" zu entbieten.
Ihre Veranstaltung bringt ja zwei bedeutende Dichter und Denker zusammen, und somit auch zwei unterschiedlicher Kulturen und Traditionen. Es ist somit eine sehr schöne Gelegenheit, die Begegnungen zwischen dem Osten und dem Westen -- zwischen dem Orient und dem Okzident -- aus der Perspektive dieser zwei großen historischen Persönlichkeiten näher zu beleuchten.
Johann Wolfgang von Goethe ist einer der wichtigsten deutschen Dichter und Schriftsteller. Er gilt darüber hinaus als ein literarischer Kosmopolit, und eine Art Universalgelehrter, der auch die europäische Literatur und Weltliteratur beeinflusst hat und sich für eine Vielzahl von unterschiedlichsten Themen interessiert hatte.
In seinem Werk West-Östlicher Diwan, über das Sie vielleicht heute auch sprechen werden, spiegelt sich seine Überzeugung wider, dass sich unterschiedliche Kulturen fruchtbar begegnen, austauschen und verstehen können. Diese Begegnungen und Austausche sind zweifellos auch heute – fast 200 Jahre nach der Veröffentlichung – noch ein hoch-aktuelles Thema.
Gleichzeitig würdigen Sie in Ihrer heutigen Konferenz Alisher Navoi als einen der bedeutendsten Dichter und Denker aus dem usbekischen Kulturraum. Er war nicht nur ein begnadeter Literat, sondern setze sich ebenfalls auch für das gegenseitige Verständnis und die Begegnung von Kulturen ein. Außerdem gilt sein Werk als eine Schatztruhe für die kulturelle Vielfalt und die Schönheit der östlichen Literatur.
Die Konferenz "Orient und Okzident: Goethe und Nawoi" bietet uns somit die Möglichkeit, die Gemeinsamkeiten, aber vielleicht auch Unterschiede in den Werken und dem Wirken dieser beiden großen Dichter -- die aber gleichzeitig auch als Minister gewirkt haben -- zu untersuchen. Ihre Vorstellungen und ihr Wirken haben Generationen inspiriert und werden bis zum heutigen Tage noch debattiert und interpretiert.
Auch für uns in der DUsG Bonn ist es wichtig, dass wir den Dialog und den Austausch zwischen verschiedenen Kulturen und Traditionen pflegen und dabei hin und wieder auch einmal die Stellung und Bedeutung der Literatur und der Kultur insgesamt würdigen. So veranstalten wir z.B. morgen Abend für unsere Mitglieder einen Filmabend über Usbekistan und die usbekischen Perlen der Seidenstraße in Bonn, angefangen von Chiwa über Buchara bis Samarkand.
Und indem Sie sich heute mit den Werken und dem Wirken von Goethe und Nawoi aus vergleichender Sicht beschäftigen, können Sie somit auch einen Brückenschlag zwischen dem Osten und dem Westen schaffen.
In diesem Sinne wünsche ich allen Teilnehmern eine inspirierende und bereichernde Konferenz. Auf dass die nun folgenden Vorträge und Diskussionen neue Erkenntnisse bringen und zu einem tieferen Verständnis zwischen den Kulturen beitragen mögen.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit – katta rahmat.


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